Wie viel Boot kann ich mir leisten?

Wer sich ein neues Boot anschaffen möchte, steht vor der Frage, wie viel Geld er investieren kann. Gebrauchtboot oder neues Boot, sparsamer Verdränger oder sportlicher Gleiter: Wir erklären, wie Sie berechnen, welches Boot Sie sich leisten können, und was Sie bei der Finanzierung mit einer klassischen Bootsfinanzierung, einem Bootsleasing oder einem Bootskredit beachten sollten.

Wie teuer darf das neue Boot werden?

Wer das neue Boot aus seinen Ersparnissen bezahlen kann und will, hat es leicht: Dann reicht ein schneller Blick aufs Konto. Schon ist klar, wie viel das neue Boot kosten darf. Wenn Sie den Bootskauf aber mit einem Kredit finanzieren möchten, finden Sie in drei einfachen Schritten heraus, welchen Kaufpreis Sie sich leisten können.

Bevor Sie Ihren Bootskauf aber jetzt auf rein mathematische Berechnungen stellen verschaffen Sie sich am besten erst einmal einen Überblick. Nutzen Sie unseren Rechner und ermitteln Sie anhand Ihrer Sparrücklagen und des anstehenden Kaufpreises des neuen Bootes die für Sie mögliche Finanzierungsrate.

Wie teuer darf das neue Boot werden?

Bevor Sie Ihren Bootskauf aber jetzt auf rein mathematische Berechnungen stellen verschaffen Sie sich am besten erst einmal einen Überblick. Nutzen Sie unseren Rechner und ermitteln Sie anhand Ihrer Sparrücklagen und des anstehenden Kaufpreises des neuen Bootes die für Sie mögliche Finanzierungsrate.

Rechner für privat genutzte Boote

 

1. Schritt: Berechnen Sie die maximale monatliche Rate

Zuerst sollten Sie wissen, welche monatliche Rate, sprich welche fixe monatliche Belastung Sie sich zukünftig leisten können. Entscheidend dafür sind einerseits Ihre Einnahmen – vor allem also das Gehalt, aber auch sonstige Einkünfte, wie etwa Miet- und Pachteinnahmen oder Einkünfte aus selbständiger oder nebenberuflicher Tätigkeit. Dem gegenüber stehen die laufenden Kosten, wie die monatliche Miete oder Abtragung für die eigene Immobilie, Versicherungsbeiträge und Aufwendungen für die gewünschte Lebenshaltung wie gegebenenfalls auch bisherige Raten für laufende Kredite.

Um zu ermitteln, welche monatlichen Betrag Sie sich für Ihre neue Bootsfinanzierung leisten können, sollten Sie klar und deutlich gegenüberstellen, welche festen Einnahmen und fixen Ausgaben Sie im Monat haben. Wichtig: Auch unregelmäßige aber absehbare Ausgaben wie der Jahresurlaub oder neue Investitionen für den Haushalt sollten in die Rechnung einfließen. Die Differenz aus Einkünften und Ausgaben ist Ihr monatlicher Freibetrag.

Nicht den ganzen Freibetrag ins neue Boot stecken.

Unser Tipp: Lassen Sie nicht den gesamten Freibetrag oder auch Überschuss genannt in die Raten für Ihr neues Boot fließen. Planen Sie einen Puffer für vorhersehbare und unvorhersehbare Ausgaben ein. Neben der Rückzahlung des Kaufpreises des neuen Bootes fallen auch Unterhaltskosten für das Boot an. Hierzu zählen Aufwendungen für Versicherung, Liegeplatz, Service und den laufenden Betrieb. So erhalten Sie sich Ihren finanziellen Spielraum und Ihre Bootsfinanzierung steht auf einem soliden Fundament.

Wie viel Geld Sie als Reserve bei der Finanzierung einkalkulieren sollten, hängt von mehreren Faktoren ab – zum Beispiel von der Haushaltsgröße, Ihrem persönlichen Lebensstandard und Ihrer Wohnsituation. Eigenheimbesitzer sollten zum Beispiel etwas mehr Geld zur freien Verfügung haben als Mieter. Schließlich kann am Haus immer mal etwas kaputtgehen.

Die monatlichen Raten für Ihren Bootskredit sollten nicht zu hoch sein. Immerhin handelt es sich bei einem Boot, ungeachtet der Größe und des Alters, vornehmlich um ein Luxusgut. Lassen Sie daher genügend Puffer für unerwartete Ausgaben. So steht die Finanzierung auf einer soliden Basis.

Als grobe Faustregel können Sie für einen Single-Haushalt 200,- EUR monatlich ansetzen. Mit jeder weiteren Person im Haushalt erhöht sich der zu empfehlende Finanzpuffer um gut 100,- EUR. Ein Elternpaar mit zwei Kindern kommt nach dieser Rechnung auf einen zu berücksichtigenden Puffer von 500,- EUR. Wenn Sie diesen von Ihrem monatlichen Freibetrag abziehen, erhalten Sie den Betrag, der Ihnen für die monatliche Rate Ihres Bootskredits maximal zur Verfügung steht.

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2. Schritt: Berechnen Sie die Höhe des Kredits

Wie hoch der Kredit für Ihr neues Boot sein darf, ergibt sich aus der monatlichen Rate, dem Zinssatz und der Laufzeit. Je länger der Bootskredit läuft und je niedriger die Zinsen ausfallen, desto höher wird die Kreditsumme, die Sie mit derselben Monatsrate finanzieren können.

Laufzeit sollte die Haltedauer des Bootes nicht übersteigen.

Wie lange der Kredit laufen darf, hängt davon ab, wie lange Sie Ihr neues Boot nutzen und behalten wollen. Im Allgemeinen sollte ein Bootskredit spätestens zu dem Zeitpunkt vollständig getilgt sein, zu dem Sie das Boot wieder abgeben und ersetzen wollen. Auch wenn Boote, ungeachtet ob GfK-Boote, Aluboote oder aus Stahl oder Carbon gefertigte Boote, eine lange Haltbarkeit aufweisen, sollte man eher von der eigenen anzunehmenden Haltungsdauer des Bootes ausgehen. Oftmals verändern auch Lebensumstände die Anforderungen an ein Boot.

Anders verhält sich dies bei einer Bootsfinanzierung. Im Gegensatz zum Bootskredit, der allein zur Finanzierung des Kaufpreises gedacht und genutzt wird, orientiert sich eine Bootsfinanzierung unmittelbar an dem zu finanzierenden Boot. Vor Freigabe der Bootsfinanzierung durch die Bank, wird das Boot auf dessen aktuellen und zu erwartenden Wert betrachtet. In die Berücksichtigung fällt hierbei der aktuelle Verkaufspreis oder eben der aktuelle Zeitwert beziehungsweise Marktwert bei einem gebrauchten Boot. Dank entsprechender Gutachten kann ein prognostizierter Wertverlust berechnet und eine entsprechend zu erwartende Wertigkeit des Bootes kalkuliert werden. Mit einer Bootsfinanzierung gewinnt man somit eine höhere Sicherheit, die Finanzierung auch vor Ablauf allein durch den Verkaufserlös des Bootes so gut wie vollständig tilgen zu können.

Wir empfehlen daher stets erstrangig eine Bootsfinanzierung denn einen Bootskredit zu betrachten. Auch wenn mit einer Bootsfinanzierung nicht die einhundert prozentige Finanzierung des Kaufpreises möglich ist, so bietet eine Bootsfinanzierung aber die Realisierung von Booten die Hunderttausend und auch mehrere Hunderttausend Euro kosten.

Um eine Überschuldung von vornherein auszuschließen, sollten Sie nicht in die Situation kommen, dass Sie bereits ein neues Boot brauchen, während der Kredit für das alte noch läuft.

Aus diesem Grund empfiehlt sich zudem während der gesamten Laufzeit nicht nur eine Haftpflicht- sondern auch eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Sie ersetzt Ihnen den Wert des Boots, falls Sie einen Unfall haben. So können Sie den Kredit ablösen, bevor Sie sich ein neues Boot kaufen. Eine gute und günstige Versicherung finden Sie einfach und schnell mittels unserer Versicherungsanfrage.

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Mehr Boot fürs Geld – dank günstiger Zinsen.

Auch die Zinsen für den Bootskredit oder die Bootsfinanzierung haben Einfluss auf die maximal finanzierbare Kreditsumme.

Das zeigt eine einfache Beispielrechnung: Laut aktuellen Angaben liegt der durchschnittliche Effektivzins von Konsumentenkrediten bei ca. 6,99 Prozent. Die günstigsten Banken vergeben einen Konsumenten Kredit zur freien Verwendung zu einem effektiven Zwei-Drittel-Zins von 2,89 Prozent. Mit einem solchen Kredit können Sie den Kaufpreis des neuen anzuschaffenden Bootes finanzieren.

Bootsfinanzierungen werden von Banken oder Finanzierungsgesellschaften wiederum zu einem durchschnittlich effektiven Zwei-Drittel-Zins von 4,69 Prozent angeboten. Bedingt durch die Bewertung des Bootes bei der Bootsfinanzierung schwankt der Zins auch in Abhängigkeit des Alters des Bootes. So ist die Finanzierung eines Neubootes oftmals zinsgünstiger denn die Finanzierung eines mehrere Jahre alten Bootes.

Der Zwei-Drittel-Zins ist eine Pflichtangabe und soll Kreditkonditionen besser vergleichbar machen. Er ist repräsentativ für breite Kundengruppen. Er soll verdeutlichen, dass zwei Drittel aller Kunden einer Bank diesen Zins erhalten.

Noch ein Tipp: Keine Bank bietet einen Bootskredit zu einem besonders günstigen Zinssatz an. Bei einem umgangssprachlich bezeichneten Bootskredit handelt es sich stets um einen Konsumentenkredit zur freien Verwendung. Das Boot ist dabei nicht in der Betrachtung der Bank und dient auch nicht der Besicherung des Kredits, wie dies zum Beispiel bei einem Autokredit der Fall ist. Achten Sie bei Ihrer Kreditanfrage deshalb unbedingt auf den richtigen Verwendungszweck.

Auf der folgenden Seite finden Sie eine Auswahl von Banken, welche Kredite zur freien Verwendung und zu einem günstigen effektiven Jahreszins anbieten.

Verbraucherkredite als Bootskredit

 

3. Schritt: Berechnen Sie den maximalen Kaufpreis

In einem letzten Schritt können Sie nun den maximalen Kaufpreis Ihres neuen Bootes ausrechnen. Wenn Sie bereits ein wenig Geld für den Bootskauf zurückgelegt haben, addieren Sie diesen Betrag zur maximalen Kreditsumme. Falls das neue Boot Ihr bisheriges ersetzen soll, können Sie auch noch den Verkaufspreis Ihres alten Bootes aufschlagen, um das Budget fürs neue Boot festzulegen.

Für eine erste Einschätzung, mit welchem Verkaufserlös Sie ungefähr rechnen dürfen, können Sie auf Internetmarktplätzen oder in Zeitschriften nach Inseraten für vergleichbare Gebrauchtboote suchen. Zu welchen Preisen werden andere Boote derselben Marke und des gleichen Modells angeboten? Achten Sie beim Vergleich auch aufs Baujahr und eine ähnliche Ausstattung. So erhalten Sie einen guten Überblick über die marktüblichen Preise.

Mehr Sicherheit erhalten Sie durch Beauftragung eines Wertgutachtens oder auch Verkaufsgutachten in Form eines Bootschecks.

Hier finden Sie Hinweise zu den unterschiedlichsten Themen im Zusammenhang mit Kauf und Finanzierung eines Freizeitbootes.

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